Deutschland Pokal 2019

Deutschland Pokal 2019

Vertreter des Landes

Die DLRG Rendsburg stellte beim 27. Deutschland Pokal in Warendorf zwei männliche Sportler, die nominiert wurden, die Farben Schleswig-Holsteins zu vertreten.

 

Lennart Schnödewind wurde zum insgesamt 4 Mal nominiert und Teamkollege Tom Matzen wurde zum 6 Mal nominiert. Fast hätte es noch Vereinskollegin Lena Sörensen in die Auswahl geschafft. Die Kadersportlerin wurde letztlich als Ersatzschwimmerin nominiert und hätte bei einem Ausfall einer der fünf Sportlerinnen in der Sportschule der Bundeswehr ihre Qualitäten unter Beweis stellen können. Dennoch ist auch diese Nominierung für alle Sportler eine Bestätigung ihrer harten Arbeit, für welche unzählige Stunden im und am Becken verbracht werden.

 

Das Teilnehmerfeld war auch in diesem Jahr hochkarätig besetzt. Mit den Weltmeistern aus Australien und Neuseeland sowie Nationalmannschaften aus Belgien, Frankreich, der Schweiz, Spanien und natürlich der deutschen Nationalmannschaft war ein spannender Wettkampf garantiert.

Insgesamt wurden durch Sportler aus Australien drei neue Weltrekorde aufgestellt, welche entsprechende Würdigung durch das Publikum erfuhren. Die deutsche Nationalmannschaft wurde letztlich 3, hinter den Italienern und den Australien.

 

All dies macht diesen Wettkampf für die Landesverbände zu einem speziellen Erlebnis. Für diese geht es darum, herauszufinden, welcher Landesverband in Deutschland der Beste ist.

Schleswig-Holstein, seit jeher, einer der Mitbewerber um Platz 3, startete mit einem sehr jungen Team. Bedingt durch viele Absagen bei den Herren, war die Altersspanne von 22 bis 14 Jahren. Es galt sich also gut zu präsentieren und zu lernen um in der kommenden Zeit wieder oben anzugreifen.

Für ein gutes Ergebnis sollten auch die Rendsburger sorgen.

Matzen startete gleich mit einer neuen Bestzeit auf 200m Hindernisschwimmen und startete motiviert in den Wettkampf. Dabei zeigte er insbesondere auf den letzten 100m eine erstaunliche Stehfähigkeit der Zeiten. Schnödewind wusste am ersten Tag vor allem auf 100m Lifesaver zu überzeugen, wo er neuerlich unter der Marke von einer Minute blieb.

In den Mannschaften gab es erwartungsgemäß nichts zu holen für das Team Schleswig-Holstein. Dennoch durfte sich gefreut werden. In der Mixed Staffel, also zwei Frauen und zwei Männer, durften die beiden Rendsburger mitsamt ihren Teamkolleginnen Clara Thiede und Alina Kernchen zwischen den Nationalmannschaften aus Frankreich und Neuseeland starten sowie Australien, Deutschland und weiteren Nationalmannschaften. Somit stellte sich ein überragendes Feld dar, wo zu Beginn klar war, dass allein der Start in diesem starken Lauf ein Privileg war, welches es zu genießen galt.

In 50m Retten zeigte Matzen nochmals, dass er hier zur Zeit der schnellste Schwimmer im Land ist und schwamm 34,7 Sekunden. Gleiches gilt für Schnödewind, der auf 100m Retten einer Puppe mit Flossen zu überzeuge wusste und unter 52 Sekunden blieb.

Positives konnte Matzen auch der Disziplin 100m Kombinierte Rettungsübung abgewinnen. Eine Zeit die schon länger nicht mehr geschwommen wurde, bei welcher aber nach wie vor Steigerungspotenzial blieb, lässt hoffen.

Zudem stand die Königsdisziplin der 200m Superlifesaver an. Bei dieser wird 75m Freistil geschwommen, darauf folgen 25m Puppe. Daraufhin werden im Wasser Flossen und Gurtretter angezogen, um schlussendlich zu einer Puppe zu schwimmen und jene 50 in dem „eingeklinkten“ Gurt abzuschleppen. Schnödewind, vor allem auf den Flossenstrecken stark, erreichte mit 2:32min eine solide Zeit. Matzen, wiederum Freistil- und Puppenschwimmer, erreichte eine 2:30min und verpasste eine Zeit unter 2:30min nur knapp.

 

Schlussendlich stand noch die Simulierte Rettungsübung an. Matzen fungierte als Captain und Koordinator, während Schnödewind, Rebecca Nissen und Timo Zembold als Retter eingesetzt wurden. In einem Feld von 14 antretenden Landesverbänden konnte ein starker 5. Platz erreicht werden. In diesem Szenario kam es zu einem Fährunfall, bei welchem verletzte Menschen, Nichtschwimmer und Bewusstlose geborgen werden mussten. Dabei gilt es gewisse Reihenfolge einzuhalten, welche der Captain vorgibt.

 

Auch wenn am Ende Platz 6 in der Landesverbandswertung zu Buche stand, war es dennoch ein gelungener Wettkampf mit der Hoffnung, dass dieses junge Team mit dem Mix aus Erfahrung in den nächsten Jahren noch viel Freude bereiten wird.