Lifesaving Cup und YoungStar Cup 2019

Extreme Bedingungen in Eckernförde

Der diesjährige Lifesaving und YoungStar Wettkampf in Eckernförde war bestimmt durch eben das was Outdoorwettkämpfe ausmacht, immer unterschiedliche Bedingungen. Wie jedes Jahr war das Feld wieder international besetzt. Neben deutschen Nationalsportlern waren auch Dänen angereist oder auch Sportler aus Sachsen-Anhalt oder Berlin. Durch die Gewitter, welche über Norddeutschland zogen musste der Wettkampf immer wieder unterbrochen werden und die Sportlerinnen und Sportler aus dem Wasser geholt werden, weil am Himmel immer wieder Blitze zuckten. Extremer Wind und Starkregen rundeten das Wetter ab. Dadurch ergaben sich erhebliche Widrigkeiten für die Großen wie Kleinen Sportler. Nachdem Lasse Petersen und Tom Matzen in ihrem Vorlauf des Board Rescue Races einen zweiten Platz erreichen konnten, mussten sie im Finale dem engen Zeitplan Tribut zollen. Auch bedingt durch kaum eine Pause reichte es im Finale nur für Platz 9. Dennoch ein überraschend starkes Ergebnis für dieses Team, da diese Team-Konstellation ihre Premiere bei Wettkämpfen feierte. Bei dieser Disziplin musste Tom Matzen zu einer Boje im Meer schwimmen und durfte es sich innerhalb eines Quallenfeldes gemütlich machen und auf seinen „Abholer“ Lasse Petersen warten. Dieser macht sich nach dem Anschlag des Schwimmers an der Boje mit einem Surf Board auf den Weg um Matzen einzusammeln. Den Rückweg gestalteten beide zusammen auf dem wackligen Board. Das Wetter verschlechterte sich zunehmend. So mussten Lars Mädge und Jakob König dem hohen Wellengang Tribut zollen und konnten ihre Rettungskajakvorläufe nicht beenden. Für beide Sportler stellte dies eine extreme, aber auch eine lehrreiche Erfahrung dar auf der sich für das kommende Jahr aufbauen lässt. Nach zwischenzeitlichen Unterbrechungen aufgrund Gewitters könnten die Wettkämpfe weitergehen. Für die erfahrenen Sportler stellte solch ungewöhnlicher Wellengang eine nette Abwechslung zum sonst recht ruhigen Fahrtwasser in der Eckernförder Bucht dar. Tom Matzen verpasste jedoch auch im Rettungskajak sowie im Board Race das Finale. Hierbei scheiterte Lasse Petersen auch knapp an der Qualifikation für das Finale als ihm ein technischer Fehler beim Abstieg vom Board passierte und er somit seinen aussichtsreichen Platz verlor. Lena Sörensen gewann ihren Vorlauf im Board Race souverän. Hierbei muss ein ca. 400m langer Kurs um Bojen absolviert werden. Nach der starken Leistung konnte sie sich im Finale auch in die Punkte für die besten 16 Starter kämpfen und wurde schließlich 11. Damit erreichte sie einen guten 24. Platz in der Einzelgesamtwertung was gleichbedeutend mit dem 10. Platz aller Teilnehmerinnen aus Schleswig-Holstein ist.

Auch an Land fanden Disziplinen statt. Beim Beach Flags liegen 16 Teilnehmer im Sand, während hinter ihnen Stäbe in den Boden gesteckt werden. Auf Kommando springen die Teilnehmer hoch, drehen sich um und laufen in Richtung der Stäbe. Vereinfacht gesagt muss jede Runde ein Sportler oder eine Sportlerin die Segel streichen. So geschehen bei Lena Sörensen die sich einen Lauf vor der Qualifikation für das ersehnte Finale geschlagen geben musste und keinen Stab erlangte.

Tom Matzen erreichte souverän das Finale. Dort waren alle Rennen knapp und unter den besten 16 Sportlern wurde es sogar so eng, dass Matzen ein Stechen gegen einen Sportler aus Hamburg bestreiten musste. Dies entschied er für sich und nach weiteren Läufen war erst bei Platz 6 Schluss für ihn. Damit sammelte er die meisten Einzelpunkte aller Rendsburger Sportler und wurde in der Gesamtwertung des Tages 17. Damit war er viert bester Schleswig-Holsteiner.

Abschließend stand nach einem langen Tag noch die Oceanman Relay an. Hierbei fuhr Lasse Petersen mit dem Board den 400m Parcour. Dann übernahm Matzen mit dem Rettungskajak und absolvierte 500m. Schlussendlich holte Jakob König als Läufer einer 100m Sprintstrecke den 12. Platz nach Rendsburg. Insgesamt wurde das Rendsburger Männerteam 11 in der Gesamtwertung. Trotz des kleinen und vor allem jungen Teams ein gutes Ergebnis.

Beim gleichzeitig ausgetragenen YoungStarCup gingen Hannah Bockholt, Melina Harder und Oliver Wolst in der Altersklasse 13/14 sowie Layla Schulz, Bjarne Langmaack und Hannes Rother in der Altersklasse 11/12 für die DLRG Rendsburg an den Start. Für Layla und Hannes war es die allererste Teilnahme an einem solchen Event. Die Bedingungen für die Youngstars waren schwierig. Die langanhaltenden Schauer, Sturmböen, Gewitter und hoch auflaufende Wellen machten den jungen Athleten das Leben schwer. Am Ende konnte sich Oliver Wolst über eine Silbermedaille in der Disziplin „Run Swim Run“ und einen guten 4. Platz im „Beach Flags“ freuen. Melina Harder erreichte in beiden Disziplinen das Finale. Layla, Bjarne und Hannes erkämpften sich ebenfalls einen Platz im „Beach Flags“ Finale. Für Layla reichte es am Ende bei ihrem ersten Strandwettkampf zu Platz 17 in der Gesamtwertung ihrer Altersklasse. Eine ähnliche Gesamtplatzierung erreichten Hannes, als 19 und Bjarne als 20. Melina sicherte sich mit ihrem Finaleinzug im Beach Flags Punkte und kletterte auf den 22. Platz. Schlussendlich stand mit Oliver Wolst gar ein Rendsburger auf dem Podest der Gesamtwertung. Er durfte sich über einen tollen 3. Platz freuen. Insgesamt reichte es für das kleine Team der Rendsburger YoungStars zu einem achtenswerten 10. Platz in der Gesamtwertung.

Zum Ende des Wettkampfes klarte das Wetter wieder auf und die Sportler konnten noch ein wenig Wellenreiten mit den Boards und Rettungskajaks üben. Daraus ergab sich ein seltenes Bild am Eckernförder Strand. Scharenweise tummelten sich Sportler auf dem Meer um die besten Wellen zu erwischen und sich von der Kraft des Meeres tragen zu lassen, nachdem der bisherige Tag nur dazu diente möglichst schnell aus dem Meer zu kommen, konnten nun alle nicht genug bekommen.

Auch die Bootsgruppe der DLRG Rendsburg war eingesetzt und sicherte bei diesen unfreundlichen Bedingungen die Sportler ab. Ohne den Einsatz der absichernden Boote, auch aus anderen Gliederungen, wäre die Ausrichtung eines solchen Events nicht denkbar.