Junioren Rettungspokal 2015

Rettungsschwimmer im Laufen nicht zu schlagen

Zwei Tage lang haben die schnellsten Nachwuchs-Rettungsschwimmer aus 16 Landesverbänden der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Leipzig um den Titel der besten Juniorenmannschaft gerungen. Am Samstagabend stand fest: Der Sieger des Junioren Rettungspokals 2015 heißt Sachsen-Anhalt. Für das Team Schleswig Holstein starteten die vier Rettungsschwimmer Olivia Binde, Lennart Schnödewind, Jonas Koch und Tom Matzen, die sich auf Grundlage ihrer überzeugenden Leistungen bei den diesjährigen Landesmeisterschaften für die Landesauswahl qualifizierten. Am Ende erreichte das Team einen hervorragenden fünften Platz. Es fehlten lediglich zwei Punkte um das Team aus Hessen auf Platz 4 zu schlagen.


Am ersten Tag mussten die 150 Schwimmer in der Schwimmhalle der Universität Leipzig antreten. Das Team Schleswig Holstein erreichte in der Hindernisstaffel, in der die drei Rendsburger Jungs, vertreten waren, den vierten Platz. 
Unglücklicherweise blieb auch in der Puppenstaffel, in der  ebenfalls alle Rendsburger Jungs vertreten waren, am Ende nur der 4 Platz. Matzen schwamm mit einer 18,4 die deutlich schnellste Zeit , gefolgt vom Teamkameraden Jonas Koch der als jüngster im Team mit einer 19,5 zu überzeugen wusste. 
Es schien einfach nicht mit einer Medaille für Schleswig-Holstein klappen zu wollen, bis Lennart Schnödewind und Falko Hemstra in der Disziplin Line Throw einen überraschenden 3. Platz erreichten. Und wie gut Schleswig-Holstein in dieser Disziplin ist, wurde durch Olivia Binde und Carla Strübing unter Beweis gestellt. Sie erreichten die zweitschnellste Zeit, wurden jedoch unglücklicher Weise durch einen technischen Fehler disqualifiziert. 
In den Einzeldisziplinen war für die Sportler nichts zu holen, zu stark war die übrige Konkurrenz und diese zeigte dem jungen Team seine Grenzen auf. Obwohl Schnödewind einen Landesrekord für Schleswig-Holstein in 100m Retten mit Flossen schwamm, wurde er am Ende nur 12. Das Highlight für das gesamte Team stellte die Beach Sprintstaffel dar. Diese wurde auf den Freitag vorgezogen, da sie nicht am Strand ausführbar war. Zur Überraschung aller, da diese Disziplin kaum geübt wurde, sprangen hier sehr erfreuliche Ergebnisse heraus. Matzen belegte im Einzel Platz 8 und Olvia Binde wurde sechste. In den Mannschaften weiblich und männlich wurde nochmal einer drauf gesetzt. Beide Mannschaften in denen alle Rendsburger vertreten waren holten überragend die Goldmedaille. 

Am nächsten Tag setzen die Sportler ihr Kräftemessen in den sogenannten Freigewässer-Disziplinien am Markkleeberger See fort. Dort ging es gleich weiter mit den Laufdisziplinen, dem sogenannten Beach Flags . Binde ging mit hohen Erwartungen an dem Start. Mit einem tollen 2. Platz sorgte sie für das beste Einzelergebnis des Teams und untermauerte mal wieder die Schnelligkeit im Team Schleswig-Holstein. Tom Matzen präsentierte sich ähnlich gut, musste sich aber unglücklich im Kampf ums A-Finale geschlagen geben und wurde anschließend  zweiter im B-Finale, also insgesamt 10. Das nächste große Ausrufezeichen setze Koch in der Disziplin Brandungsschwimmen.
Nach einem anstrengenden und mit kleineren Blessuren überstanden Wettkampf, zog die Landestrainerin Janne Krüger Resümee. " Alles in allem war dieser Wettkampf ein voller Erfolg, obwohl die Schwimmer aus verschiedenen Gliederungen kommen, sind sie als ein gemeinsames Team aufgetreten." Für Tom Matzen war es die letzte Teilnahme. Im nächsten Jahr kann er aufgrund seines Alters nicht mehr für den Juniorenlandeskader nominiert werden. Er verabschiedete sich mit einem guten 26 Platz in der Gesamtwertung von 75 teilnehmenden Schwimmern. Lennart Schnödewind wurde 31 und Jonas Koch sogar 21. Olivia Binde erreichte einen starken 24 Platz.