DM Paderborn 2012

Auch ohne Medaille eine Top-Leistung der Rendsburger Rettungsschwimmer

Paderborn. Die Freude und der Stolz im Lager der Schleswig-Holsteinischen Rettungsschwimmer konnte kaum größer sein, denn nach zwei anstrengenden Wettkampftagen stand das Ergebnis fest: Das nördlichste Bundesland holte bei den Deutschen Meisterschaften in Paderborn in der Landesverbandswertung einen sensationellen dritten Platz. Mit vier Punkten Vorsprung auf die viertplatzierten Brandenburger (230 Punkte) ordnete man sich hinter Nordrhein-Westfalen (337) und Saarland (284) ein. Die DLRG Rendsburg trug zu diesem überragenden Ergebnis einen erheblichen Anteil bei, erreichte sie doch in der Club-Wertung von 123 Teams den 13. Platz. "Seit vier Jahren mischen wir ganz oben mit und sind somit einer der wichtigsten Punktelieferanten für Schleswig-Holstein", freute sich Rendsburgs Trainer und Delegationsleiter Timo Norden. "Die Gesamtleistung unserer Teams machte es dieses Mal aus. Fünf Teams fanden sich in den Top-Ten wieder und die beiden anderen bescherten uns mit ihren Platzierungen weitere wichtige Punkte."


Die ersten Punkte fuhren die Jüngsten (AK 12) ein. Fabian Felske, Jonas Koch, Gina Marie Hellmann, Daniela Zimmermann und Peer Bennet Schröder landeten mit 3261 Punkten auf den neunten Platz und dürfen sich gleichzeitig bestes Team aus Schleswig-Holstein nennen. Auch das Rendsburger Mixed-Team in der AK 13/14 legte einen fehlerfreien Wettkampf hin. Insa Petersen, Marie Klein, Lennart Schnödewind, Jan-Eric Kröger und Joannis Neumann fanden sich mit 4093 Punkten auf dem sechsten Platz wieder. Eine Altersklasse höher erreichten Nils Ole Petersen, Bo Jesper Gerth, Tom Matzen, Kristina Apelt und Lukas Schnödewind mit 4321 Punkten den achten Platz. Die Jungs in der AK 17/18 Jannik Gebhardt, Max Heiligenthal, Jeremiah Tucker, Lars Kruse und Simon Landt erschwammen sich ebenfalls den achten Platz (3838 Punkte).

"Wenn man ein Team überhaupt herausstellen kann, dann sicherlich die Damen in der Altersklasse 17/18", lobte Norden. Als Nachrücker erhielten sie wenige Tage vor den Meisterschaften einen Startplatz und schwammen von Platz 24 auf Platz 15 vor. Milena Maack, Sophia Loy, Janina Januschewski, Inken Beeck und Julia Bruns zählten nach der 4x25 Meter Puppenstaffel, 4x25 Meter Hindernisstaffel, 4x25 Meter Gurtretterstaffel und der 4x25 Meter Rettungsstaffel 3378 Punkte auf ihrem Konto. "Aber auch die Herren in der offenen Altersklasse, die sich zwischen Nationalschwimmern behaupteten und einen überragenden fünften Platz erreichten, überzeugten", so Norden. Das Team um Daniel Herzog, Kaderathlet Ole Ehlers, Torben Schmengler, Ales Komorowski und Thomas Tucker war mit 4099 Punkten bestes Herren-Team aus Schleswig-Holstein.

Die Damen der offenen Altersklasse Jannike Jungclaus, Anne Herms, Kim Möller, Rieke Herms und Bianca Loy verfehlten mit 3929 Punkten nur knapp die Top-Ten. Mit 16 Punkten Rückstand musste man sich Harsewinkel geschlagen und mit dem elften Platz zufrieden geben.

Der ehemalige Rendsburger Rettungsschwimmer Tim Schmachtenberg, der bei den Meisterschaften für Schloss Holte Stukenbrock startete, holte mit seiner Mannschaft Platz zwei. Er und sein Bruder Felix reisen Ende Oktober nach Adelaide (Australien) zu den Weltmeisterschaften. Vor Ort werden sie ihr Können in den Pooldisziplinen und in den Freigewässerwettkämpfen auf internationaler Ebene unter Beweis stellen.

Am zweiten Wettkampftag griffen Fabian Felske (AK 12) und Ole Ehlers (offene Altersklasse) in die Einzelwettkämpfe ein. Felske landete mit 2300 Punkten auf dem 15. Platz, er darf sich talentiertester Nachwuchsrettungsschwimmer aus Schleswig-Holstein nennen. Er absolvierte fehlerfrei die Disziplinen 50 Meter Hindernisschwimmen (35,80 Sek.), 50 Meter kombiniertes Schwimmen (44,39 Sek.) und 50 Meter Flossenschwimmen (28,20 Sek.). Ehlers erkämpfte sich in einem hochrangig besetzten Teilnehmerfeld den 25. Platz. Nach 200 Meter Hindernisschwimmen (2:29,33 Min.), 100 Meter Lifesaver (1:01,04 Min.) und 100 Meter Retten mit Flossen (0:58,40 Mi.) zählte er 2558 Punkte auf seinem Konto.

"Für Edelmetall hat es in diesem Jahr nicht gereicht, in diesem Fall muss man einfach anerkennen, dass die anderen Teams besser waren. Trotzdem bin ich mit unseren Leistungen sehr zufrieden. Wir sind diszipliniert und technisch sicher geschwommen. Für mich als Trainer und Delegationsleiter des Teams Schleswig-Holstein war es eine der emotionalsten Meisterschaften - vor allem, weil die Rendsburger wie ein Fels in der Brandung zusammenstanden", sagte Norden.

 

Quelle: http://www.shz.de/sport/lokaler-sport/landeszeitung/artikeldetails/artikel/auch-ohne-medaille-eine-top-leistung-der-rendsburger-rettungsschwimmer.html